Moringa in der Kosmetik

Bereits die alten Ägypter legten großen Wert auf eine gepflegte und geschmeidige Haut. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist Kleopatra der nachgesagt wird, sie badete ihren Körper in Eselsmilch. Durch die Beigabe von Baumrinden, Blüten und Harzen gelang es ihnen, die verschiedenen Öle mit unterschiedlichen Wohlgerüchen zu versehen. Und auch bei den alten Römern empfiehlt Ovid eine Salbe aus gemahlenen Hülsenfrüchten, Gerstenmehl, Eiern, Harzen, Honig und den Zwiebeln der Narzisse, um der Haut zu Geschmeidigkeit zu verhelfen.

Im Gegensatz zu industriell gefertigten Kosmetikprodukten, die oftmals schädliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Mineralöle enthalten, bietet Mutter Natur eine Vielzahl an effizienten, wundervollen und natürlichen Schönheitsrezepten. Frische Lust, Sonne, Wasser und Licht stehen uns vollkommen umsonst zur Verfügung und wirksame Heilkräuter, Obst und Gemüse können zu relativ günstigen Preisen erstanden werden. Naturkosmetik hat den Vorteil, dem Körper nah zu stehen. Natürliche Pflegeprodukte werden von der Haut und den Organen dankbar angenommen, wobei Komplikationen und allergische Reaktionen äußerst selten auftreten.

Das Mark der Blätter der Aloe Vera Pflanze wird seit Jahrtausenden verwendet und auf Grund seiner keimtötenden, entzündungshemmenden Eigenschaften in Kosmetika verarbeitet. Aloe Vera ist ein Multitalent, das trockener Haut Feuchtigkeit spendet, bei Sonnenbrand angenehm kühlt, Entzündungen hemmt und der Haut dabei hilft, sich zu regenerieren. Damit Aloe Vera seine volle Wirkung entfalten kann, sollte die Konzentration beispielsweise in Gel mindestens 10 Prozent betragen. Selbige Eigenschaften hat ebenfalls das Öl der Moringa Samen.

Oliven schmecken nicht nur gut und trumpfen mit reichlich Vitaminen, sondern sie machen auch schön. Oliven wirken rückfettend, hautberuhigend und antioxidativ. Trockene Haut kann sich durch die Behandlung mit hochwertigem Olivenöl regenerieren. Oliven lassen sich zu einer Vielzahl an Kosmetikprodukten verarbeiten. Allerdings kann ein hochkonzentriertes Olivenöl ganz unkompliziert als Haarmaske, Körperöl oder für die Gesichtspflege verwendet werden. 

Der Name Salbei leitet sich aus dem lateinischen Begriff für „heilen“ ab. Hauptwirkstoff der vielseitigen Pflanze ist das enthaltene, ätherische Öl, welches beispielsweise die Schweissproduktion hemmt und somit gern als Deo verwendet wird. Gesichtswasser mit Salbei wirkt gegen unreine und entzündliche Haut und lässt sich problemlos selbst herstellen: Man nehme abgekochtes Wasser und füge 2 bis 3 Salbeiblätter hinzu. Über Nacht stehen lassen und morgens das Gesicht mit dem Salbei-Wasser erfrischen.
Dasselbe kann man mit Kamillenblüten tun, welche beruhigend bei gereizter Haut wirken.

Die Welt der natürlichen Kosmetikprodukte ist facettenreich. Sich über manchen Pflanzen etwas genauer zu informieren kann sich lohnen. Zahlreiche, einfache Rezepturen, welche die Haut strahlen lassen, sie reinigen und für einen ebenmäßigen Teint sorgen können ganz unkompliziert zusammengestellt werden. Um mehr über die heilende und pflegende Wirkung von Pflanzen zu erfahren, ist ein Kräuter-oder Heilkräuterlexikon sehr hilfreich. Bevor eine Pflanze im kosmetischen Bereich verwendet wird, sollte jedoch stets abgeklärt werden, ob es sich um eine nutzbare und ungiftige Pflanze handelt. 

Natürliche Kosmetik schont den Geldbeutel, erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit und eignet sich insbesondere bei sehr empfindlicher Haut oder für Allergiker. Frei von chemischen Inhaltsstoffen sind Kamille, Ringelblume, Melisse und Co. wahre Schönheitselixiere und ganz nebenbei auch ein echtes Fest für die Sinne.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.